Grundschule Gusenburg
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Origami-Anleitungen

Licht-Raum-Modulatoren der 4. Klasse 2020

Anfang 2020 hat sich die 4. Klasse über mehrere Wochen mit dem Phänomen Licht und Schatten in der Kunst auseinandergesetzt. Anfang bildeten kleinere kreative Übungen zum Hell-Dunkel-Kontrast, die ein Verständnis dafür entwickelten, dass ein Schatten  die beleuchtete Figur oder den beleuchteten Gegenstand nicht in gleicher Form auf dem Boden abbildet, sondern verzerrt. Der Schatten bildet seine ganz eigenen Formen.

Der ungarische Künstler László Moholy-Nagy (von den Kindern gerne Lasso Monopoly-Nacho genannt) ging Anfang der 1920er Jahre nach Berlin und experimentierte mit seiner Fau Lucia viel mit Licht und Schatten. Er stellte sogenannte "Fotogramme" her.

 

"Bei einem Fotogramm werden Fotos nicht mit einer Kamera gemacht, sonder mit Licht. Wenn man lichtempfindliches Papier in die Sonne legt und dann Gegenstände oder Formen darauf legt, wird das Papier an diesen Stellen nicht belichtet und  bleibt nach der „Entwicklung“ weiß. Der Rest des Papiers wird schwarz. So entstehen immer neue Bilder, die wie Schatten aussehen. (J.J. u. H.M.)"

 

Wir machten an einem sonnigen Wintermorgen unsere eigenen Fotogramme. Da wir nicht mit teurem und mit Chemikalien zu "entwickelndem" Silbergelatinepapier arbeiten konnten, nutzen wir einfaches mit Wasser auszuwaschendes Solarpapier. Der Fachbegriff für diese rudimentäre Fototechnik heißt: Cyanotypie.

Mit diesem Verfahren konnten wir unser ästhetisches Verständnis für abstrakte Formen erweitern. Die entstandenen Schattenbilder sahen eben nicht genau aus, wie die Kegel, Zylinder und andere Gegenstände, die wir belichtet haben, sondern zeigten grobe udn teilweise sehr feine Facetten und Schattierungen. 

 

"1919 ging László nach Wien und 1920 nach Berlin. Er liebte die großen Städte mit den vielen Geräuschen, Farben, Lichtern und Gerüchen. Er wollte mit seinen Bildern den Menschen helfen, die Eindrücke aus der  Großstadt zu verarbeiten und zu verstehen. Er versucht, Lichter und Effekte in seine Kunst zu übernehmen, er will mit Licht malen. (J.J.)"

 

Dieses "Malen mit Licht" wollten wir näher untersuchen und experimentierten mit Taschenlampen und einfachem Papier. Schatten können ganz lang, kurz, scharf, undeutlich und sogar doppelt oder dreifach abgebildet sein. Manchmal scheinen sie sogar Räume zu bilden. Ein faszinierendes Medium.

 

Nun wollten wir aber auch in die Fußstapfen Moholy-Nagys treten und eigene Licht-Raum-Modulatoren bauen. 

 

„Sein Werk ist ein fruchtbarer Ausgangspunkt, um über den Einfluss neuer Technologien bei der sinnlichen Erfahrung von Realität nachzudenken und darüber, welche Bedeutung wir diesen Innovationen [neuen Ideen oder Erfindungen;H.M.] in unserem Leben geben wollen.“ (Moholy-Nagy-Experte Oliver Botar)

 

Die Kinder sammelten über Wochen verschiedene Gegenstände, die sie in einer Doppelstunde zu Licht-Raum-Modulatoren zusammenfügten - Apparate, die durch Bewegund sowie Licht und Schatten die Raumwirkung verändern und auch den Blick oder das Verständnis für die Gegenstände selbst.

Autorenlesung mit THiLO

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Bastelnachmittag der 1. Klasse

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Laternenbasteln in der 2. Klasse

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